Wissenschaftliche Untersuchungen

Mykorrhiza

Bearbeiter: F. Richter

Einleitung

Die Wurzeln fast aller unserer Landpflanzen leben in sehr engen Kontakt mit Pilzen (BRUNDRETT 2009). Diese Partnerschaft ist überwiegend symbiotisch und wird Mykorrhiza genannt. Die Partnerschaft mit dem Pilz verbessert für die Pflanzen die Nährstoff- und Wasserversorgung und stärkt sie gegenüber Krankheiten und Herbivoren (FINLAY 2008).

Auch unsere heimischen Wiesenpflanzen leben mit einer Mykorrhiza und einige Pflanzenarten (z.B. Crepis mollis, Lathyrus linifolius, Arnica montana) sind sogar obligat darauf angewiesen (HEMPEL et al. 2013). Artenreichtum und – zusammensetzung der Mykorrhizapilze im Boden und der Pflanzen auf der Wiese beeinflussen sich gegenseitig (VAN DER HEIJDEN et al 1998, van der HEIJDEN et al 1998a). Aber auch die Art und Weise der Wiesenbewirtschaftung (insbesondere Düngung und Bodenstörung) hat einen Einfluss auf die Ausprägung der Mykorrhizagemeinschaft (z.B. OEHL et al 2003, OEHL et al. 2010, JOHNSON et al 2008, JANSA et al. 2002).

Für den Erhalt von artenreichen und stabilen Wiesenbeständen ist eine gut ausgebildete Gemeinschaft an Mykorrhizapilzen ebenso notwendig wie für den nachhaltigen Schutz gefährdeter Pflanzenarten (FUCHS & HASELWANDTER 2008, SWARTS et al 2010, MCCORMICK et al 2012, aber vgl. BAILAROTE et al 2012).

Für die heimischen Bergwiesen gibt es bisher nur wenigen Einzelstudien (BÖRSTLER et al 2006). Die Kenntnisse zur Zusammensetzung und dem Artenreichtum der Mykorrhiza-gemeinschaft von Bergwiesen ist daher nur rudimentär. Erfahrungen zur Beeinträchtigungen der Mykorrhizagemeinschaft durch die Bewirtschaftung in der Vergangenheit und damit verbundenen Einschränkungen bei der Renaturierung artenreicher Bergwiesen sind weitestgehend unbekannt.

bisherige Arbeiten

Bereits in den Vorgängerprojekten wurden Untersuchungen zur Mykorrhiza der Bergwiesen im Gebiet um Oelsen durchgeführt. Die Untersuchungen umfassten Sporentiteranalysen und Erfassungen des Mykorrhizierungsgrades ausgewählter Bergwiesenpflanzenarten. Dabei wurden auf langjährigen Bergwiesenstandorten leicht höhere Sporentiter gefunden als auf Regenerationsflächen. Die untersuchten typischen Pflanzenarten (z.B. Centaurea pseduophyrgia, Crepis mollis u.a.) der Bergwiesen waren stets mykorrhiziert. Unterschiede zwischen den Bergwiesen und Regenerationsflächen waren nicht signifikant. Die genauen Ergebnisse sind in HACHMÖLLER et al 2010 dargestellt.

Ziele & Versuchsansätze

Literatur

Logo BMU Logo BfN Logo HTW Logo Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V.

Online: http://www.gruenland-osterzgebirge.de/wissenschaftliche-untersuchungen/mykorrhiza/ [Datum: 18.10.2019]
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